Leclanché und Saint Kitts realisieren Solarenergie-Projekt in der Karibik

Solarprojekt Karibik (Symbolbild)

 
 
 

Die Westschweizer Firma Leclanché und die Regierung der Karibikinsel Saint Kitts und Nevis wollen das „grösste je in der Karibik gebaute Solarstromerzeugungs- und Energiespeicherprojekt“ realisieren.

Konkret werde Leclanché zusammen mit der St. Kitts Electric Company auf staatlichen Grundstücken in der Nähe der Stadt Basseterre ein 35,6-MW-Solarkraftwerk und einen 44,2-MWh-Batteriespeicher errichten, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwochabend.

Die Anlagen sollen den Bewohnern der beiden Inseln eine „saubere, zuverlässige und erneuerbare Energiequelle“ zu fixen Kosten bieten, die 20 bis 25 Prozent niedriger seien als das derzeitige dieselbetriebene Stromnetz. Das System werde dabei zwischen 25 und 30 Prozent des derzeitigen Strombedarfs des Landes decken und die gleiche Menge an Dieselbrennstoff-Kapazität ersetzen.

Leclanché wird den Angaben zufolge Generalunternehmer für Engineering, Beschaffung und Installation der Photovoltaik-Solaranlage (PV) und des Batteriespeichersystems (BESS) sein. Man habe mit dem lokalen Partner Solrid eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle) zur Finanzierung, zum Besitz und zum Betrieb der Anlage eingerichtet. Sobald das Projekt gebaut und in Betrieb sei, werde Leclanché für das Management des gesamten Projektbetriebs, die Wartung und die Garantieleistungen für die Ausrüstung verantwortlich sein, heisst es weiter.

Die Realisierung des Projektes soll den Angaben Mitte Oktober 2019 beginnen und im September 2020 abgeschlossen sein.