Karibik: Weniger Direktflüge im Winter

Cap Cana an der Ostküste der Dominikanischen Republik

 
 
 

Die Zahl der Direktflüge von Deutschland in die Karibik sinkt zur kommenden Wintersaison weiter. Dies gilt auch für das aus deutscher Sicht wichtigste Karibik-Ziel Mexiko, das bei Thomas Cook „der Gewinner dieses Sommers“ ist. Eurowings streicht alle drei Flüge nach Cancun und Condor bietet einen Flug weniger an als im Vorjahr. Bleiben immerhin die drei Lufthansa-Flüge und die Umsteigeverbindungen mit Iberia, Air Europa, KLM und Air France.

Wie sich fehlende Flugverbindungen auf die Gästezahlen auswirken, erlebte im vergangenen Jahr die Dominikanische Republik: Während das Land insgesamt mit 6,5 Millionen Urlaubern einen neuen Rekordwert erreichte, brachen die Zahlen aus dem deutschen Quellmarkt wegen sinkender Flugkapazitäten um 18 Prozent ein.

„In diesem Jahr beträgt der Rückgang 11,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, sagt Fremdenverkehrsamtschefin Petra Cruz. Angesichts der Tatsache, dass rund ein Viertel der „direkten Flugsitze“ aus dem Markt genommen wurden, wertet sie das aktuelle Ergebnis als Erfolg: „Wir haben mittlerweile viele Gäste, die per Umsteigeverbindung zu uns kommen.“

Zum Winter werden die Flüge in die Dominikanische Republik nochmals reduziert: Anstatt der drei DER-Touristik-Vollcharter nach Puerto Plata und Samana legt der Konzern nur noch einen Vollcharter nach Samana und einen Condor-Flug von Frankfurt nach Puerto Plata auf. Er ist offen für alle Veranstalter.

Weniger Flugsitze gibt es auch in das drittwichtigste Karibik-Ziel Kuba. FTI reduziert die Vollcharter nach Santa Clara von zwei auf einen. Auch weitere Ziele sind betroffen. So streicht Eurowings den Flug nach Jamaika – das Land wird künftig noch von Condor angeflogen. Condor wiederum reduziert das Curacao-Angebot von zwei Flügen auf eine Verbindung und streicht Antigua und Martinique aus dem Flugplan.