Mustique: Auf dieser Paradies-Insel machen die Royals Urlaub

Mustique ist nicht nur bei den Royals, sondern auch bei Stars auf der ganzen Welt beliebt

 
 
 

Prince William und Herzogin Kate urlauben dort mit ihren drei Kindern, feierten hier sogar den Geburtstag von Prinz George. Die Rede ist von der paradiesischen Insel Mustique. Doch was macht genau diesen Ort zum Hotspot für Promis? TRAVELBOOK hat sich die Insel näher angeschaut.

Sie gilt als die exklusivste Insel der Welt: Mustique. Als Teil des Inselstaats „St. Vincent und die Grenadinen“ liegt sie mitten in der Karibik, nördlich von Grenada. Sie ist gerade einmal knapp 5,7 Quadratkilometer groß. Zum Vergleich: Allein der Berliner Stadtteil Neukölln ist mehr als doppelt so groß. Wie konnte diese winzige Insel zu einem Hotspot der Schönen und vor allem der Reichsten werden?

Die Royals kommen schon lange nach Mustique

Die Verbindung der britischen Royals zu Mustique ist gar nicht so abwegig, wie man vermuten könnte. Denn der Staat St. Vincent und die Grenadinen ist Teil des Commonwealth – demensprechend ist auf Mustique also Queen Elizabeth II das Staatsoberhaupt. Bekannt wurde die Insel damals zwar nicht durch sie, dafür aber durch ihre Schwester Margaret. Die gehörte damals zu einem kleinen exklusiven Kreis rund um den britschen Adligen Colin Tennant.

Tennant, der zeitlebens als sehr exzentrisch galt, kaufte 1958 die gesamte Insel Mustique – für nur 45.000 Pfund, was aktuell einem Betrag von etwa 1.124.700 Euro entsprechen würde. Eine Investition, die heute ziemlich waghalsig erscheint. Denn damals gab es auf der Insel nämlich weder Straßen noch fließendes Wasser, geschweige denn Strom. Doch Tennant brachte trotz dieser Voraussetzungen den Tourismus auf die Insel. Er ließ Stromleitungen verlegen und das erste Hotel, das „Cotton House“, bauen. Auch heute noch ist das „Cotton House“ ein beliebtes Hotel auf Mustique.

Doch der richtige Start für den Siegeszug von Mustique war ein Geschenk von Tennant: Zur Hochzeit von Prinzessin Margaret, der Schwester der Queen, mit Lord Snowdon schenkte er ein vier Hektar großes Stück Land auf der Insel. Wie erhofft, ließ Prinzessin Margaret hier eine Villa bauen und brachte den Jetset auf die Insel. Britische Medien berichteten immer mehr über die ferne, karibische Insel, auf der die Prinzessin so viel Freizeit verbrachte, und auch die Queen urlaubte in den 1970er-Jahren auf Mustique.

Nach und nach kamen außerdem Promis, zum Beispiel Mick Jagger, Bryan Adams und Tommy Hilfiger. Heute ist die Insel in alter Royal-Tradition wieder Urlaubsort des britischen Königshauses: Prinz William und Herzogin Kate, die schon als Kind Urlaube auf Mustique verbrachte, kommen seit vielen Jahren.

Die Luxusvillen auf Mustique

Les Jolies Eaux (ursprünglich für Prinzessin Margaret erbaut): 6 Schlafzimmer, 2 Pools, Küchenchef, Butler, Hausverwalter, Dienstmädchen, Gärtner. Preis pro Woche: 31.000 bis 61.000 Euro, je nach Saison.

Antilles (Kate & William): 5 Schlafzimmer, Infinity-Pool mit Whirlpool, Jeep, Küchenchef, Butler, Hausverwalter, Gärtner. Preis pro Woche: 23.000 bis 46.000 Euro, je nach Saison.

Stargroves (Mick Jagger): 6 Schlafzimmer, separater Wohnbereich für Kinder, zwei Manager, Küchenchef, Butler, zwei Gärtner. Preis pro Woche: 17.000 bis 46.000 Euro, je nach Saison.

Mandalay (David Bowie): 7 Schlafzimmer, Aufnahmestudio, Atelier, Pool mit Wasserfall, Koi-Teich, Küchenchef, Butler, zwei Hausverwalter, zwei Gärtner.

Bei allen Preisen ist noch ein zusätzliches Trinkgeld von 5 Prozent für das Hauspersonal erwünscht.

Kein „Sehen und Gesehenwerden“

Doch trotz oder vielleicht gerade wegen der hohen Promi-Dichte geht es hier nicht ums „Sehen und Gesehenwerden“, wie etwa in anderen Orten wie auf Santorini oder Ibiza. Wer auf Mustique seinen Urlaub verbringt, will unter sich bleiben. Diese Diskretion ist Teil der Identität der Insel. „In den 90er-Jahren wurde die Insel besonders attraktiv für jene, die ihre Privatsphäre mehr als alles andere schätzten und vor den Augen der Öffentlichkeit fliehen wollten“, ist auf der offiziellen Insel-Website zu lesen. So war es ein großer Skandal, als 2013 Fotos der damals schwangeren Herzogin Kate veröffentlicht wurden, während sie sich auf Mustique aufhielt. Der Fotograf wurde damals enttarnt und hat heute lebenslanges Einreiseverbot, wie WELT berichtete.

Seitdem sind die Regeln auf Mustique noch strenger geworden. Um die Sicherheit und Privatsphäre der exklusiven Gäste zu gewährleisten, sind beispielsweise Drohnen auf der ganzen Insel verboten, und Tagestouristen von anderen, nahegelegenen karibischen Inseln dürfen nur bestimmte Bereiche von Mustique betreten, wie der „Insider“ berichtete. Auch die Promis bleiben meist unter sich und in ihren jeweiligen Villen.

Dennoch gibt es eine Institution auf der Insel, die Basil’s Bar. Sie wird geführt von Charles Basil, den es auf die Insel verschlug, nachdem Lord Tennant ihn 1970 bei einem Fahrradunfall rettete und nach seiner Genesung einen Job auf Mustique versprach. So wurde Charles Basil Teil des elitären Kreises, zu dem die Royals und auch Promis wie etwa Hugh Grant gehören. Da ist es kaum noch verwunderlich, dass es auch hier ein striktes Kamera-Verbot gibt.

Wenn Sie also einmal nach Mustique wollen, unser Tipp: Behalten Sie die Reise lieber in Erinnerung als auf Fotos – man weiß nie, wer eventuell im Hintergrund zu sehen ist …