Mann schwimmt in 56,36 Stunden von Barbados nach St. Lucia

Ausdauersportler Cameron Bellamy

 
 
 

Mit Zinkcreme, Vaseline und einem strikten Essensplan ans Ziel: Der Ausdauersportler Cameron Bellamy ist nach einer Schwimmstrecke von 151,7 Kilometern auf St. Lucia angekommen.

Es war kein einfacher Trip. Alle 30 Minuten bekam Cameron Bellamy zu trinken. Jede Stunde etwas zu essen. Seine Haut war mit einer Zink-Creme eingeschmiert, um sie vor Sonne und Salzwasser zu schützen. Einmal pro Stunde trug er Vaseline auf Mund, Lippen und Zunge auf, um die Schäden durch Salzwasser in Grenzen zu halten.

56 Stunden und 36 Minuten lang dauerte dieser Trip, dann hatte Bellamy es geschafft: Er war von Barbados nach St. Lucia geschwommen. Insgesamt 151,7 Kilometer weit. Nach Angaben seiner Organisation „Ubunye“ handelt es sich dabei um einen Rekord.

Der 37-Jährige war von St Peters Bay auf Barbados gestartet. Am Sonntag kam er um kurz vor 17 Uhr auf St. Lucia an. Dort wurde Bellamy von Premierminister Allen Chastanet begrüßt. Lokalen Medienberichten zufolge wurde der Ausdauersportler dann erst einmal medizinisch untersucht; er habe aber gut gelaunt gewirkt.

Für Bellamy war es nicht die erste Ausnahmeaktion. Er ist zuvor schon über den Indischen Ozean gerudert und durch den Ärmelkanal geschwommen. Nun hatte er eigentlich von Kuba nach Florida Keys schwimmen wollen – eine Genehmigung für sein Beiboot wurde ihm aber Ende August verweigert. Also wechselte er die Route.

Mit seiner jüngsten Schwimmaktion wollte Bellamy Spenden sammeln. Er hat 2011 eine Wohltätigkeitsorganisation gegründet, die sich in Krisenregionen in Südafrika, Simbabwe und neuerdings auch in der Karibik einsetzt. Bellamy selbst wuchs in Kapstadt auf.