Zu laut beim Sex? Paar fliegt von „Mein Schiff 5“

Mein Schiff 5

 
 
 

Die Kreuzfahrt mit Tui Cruises beschreibt eine Passagierin als „Horror“: Nachdem sie und ihr Mann in ihrer Kabine Sex gehabt hätten, seien sie aufgefordert worden, das Schiff auf Barbados zu verlassen.

Diese Karibik-Kreuzfahrt mit Tui Cruises soll leidenschaftlich begonnen haben – und dann für ein Paar abrubt geendet sein. Renate F. und ihr Mann Volker mussten nach Aufforderung der Crew die „Mein Schiff 5“ auf Barbados verlassen – angeblich, weil sie beim Geschlechtsverkehr und einem anschließenden Streit zu laut geworden seien.

Die beiden wollen diese Entscheidung und die dadurch entstandenen Zusatzkosten nicht einfach hinnehmen und leiteten rechtliche Schritte gegen Tui Cruises ein. In einem Schreiben an die Reederei, das dem reisereporter vorliegt, schildert Renate die Ereignisse wie folgt:
Paar hat Sex in der Kabine – Rauswurf von der Tui „Mein Schiff 5“

Das Paar hatte Ende Januar eine rund zweiwöchige Karibik-Kreuzfahrt auf der „Mein Schiff 5“ gebucht. Am 1. April gingen die beiden dann an Bord – am ersten Tag ankerte der Kreuzer vor Barbados. Wie Renate beschreibt, sei das Paar „leidenschaftlich“ in seiner Kabine zugange gewesen. Dabei hätten sie vergessen, die Balkontür zu schließen.

Auch gesteht Renate ein, etwas laut gewesen zu sein. Sie hebt hervor, dass der Sex einvernehmlich gewesen sei. Den Grund nennt Renate nicht, jedoch soll es zwischen den beiden nach dem Geschlechtsverkehr zu einem Streit gekommen sein – wie sie sagt, ohne Gewaltanwendung und ohne Beschädigung der Kabine.

Daraufhin habe Volker geduscht. Während Renate eine Zigarette auf dem Balkon geraucht habe, soll es an der Tür geklopft haben. In Begleitung der Security soll eine Hoteldirektorin die Urlauber zu „einem Mann“ (Renate erinnert sich nicht mehr an Namen und Funktion) geführt haben. Nach einem kurzen Gespräch soll er sie zum Verlassen des Schiffes aufgefordert haben. Ein Beschluss, der vom Kapitän getroffen worden sei – der jedoch nach Renates Erzählung nie persönlich mit ihnen in Kontakt getreten sei.

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Für Renate und Volker ein Schock: Da es weder Schäden noch Gewalt gegeben habe, könne sich Renate den Rausschmiss nur damit erklären, dass sie beim Sex und beim Streit zu laut gewesen seien. Daraufhin sollen sie sich entschuldigt haben und hofften auf lediglich eine Ermahnung. Keine Chance: Gegen ein Uhr nachts (Ortszeit) sollen die beiden mit gepackten Koffern auf Barbados gestrandet sein.

Ab jener Dienstagnacht hätten sie versucht, irgendwie von der Insel zurück nach Deutschland zu kommen. Mithilfe von Renates Mutter und einem Reisebüro aus der Heimat sollen sie dann am Donnerstag, den 4. April, einen Rückflug nach Paris gebucht haben. In Frankreichs Hauptstadt gelandet, sollen sie erst am Folgetag freie Plätze in einem Zug nach Hause ergattert haben.

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Transfer, Unterkunft, Rückflug: Die durch das vorzeitige Kreuzfahrt-Ende entstandenen Kosten soll das Paar selbst getragen haben. Renate prangert an: Der Reiseveranstalter sowie der Kapitän hätten ihre Fürsorgepflicht verletzt und sie hilflos zurückgelassen.

Bei Renate habe die Odyssee Spuren hinterlassen: Sie leide nach wie vor unter Ängsten – die Forderung nach Schadensersatz, Schmerzensgeld und der Rückerstattung der Reisekosten und der damit verbundene Rechtsstreit seien belastend.

Allein für die Kreuzfahrtreise soll sie mehr als 5.800 Euro gezahlt haben – wovon sie nur wenige Stunden tatsächlich erlebt hatte. Neben den Kosten für dieverse Taxifahrten fordert sie die Kosten für drei Übernachtungen auf Barbados und die Verpflegung von rund 1.120 US-Dollar (rund 1.000 Euro) ein. Obendrauf kämen noch der selbst organisierte Rückflug nach Paris (1.950 Euro) plus die dortige Übernachtung (138 Euro) und die Zugfahrt nach Frankfurt (454 Euro).