Die mexikanische Küche: Genuss für alle Sinne


 
 
 

Guacamole, Tortillas und Co – in Mexiko gibt es allerlei Gaumenfreuden zu entdecken. Bei uns erfahren Sie, wie die mexikanische Küche entstanden ist und was sie auszeichnet, welche Bräuche gepflegt werden sowie mehr über beliebte Zutaten und Gerichte.

Die mexikanische Küche ist hierzulande schwer beliebt – weshalb man sich die Vielzahl entsprechender Restaurants in deutschen Städten und Ortschaften erklären kann. Tacos, Burritos, Guacamole – wer kann und will da auch widerstehen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die mexikanische Küche mit all ihren kulinarischen Besonderheiten vor.

Mexikanische Küche: Das Produkt verschiedenster Einflüsse

Unterschiedliche Kulturen haben die Küche Mexikos maßgeblich geprägt und sie letztlich zu etwas ganz Besonderem gemacht. Der Ursprung liegt weitestgehend in der präkolumbischen Küche, die wiederum Einflüsse indianischer Hochkulturen, wie der der Azteken und der Maya, hatte. In der Folge der Kolonialisierung eroberten und besiedelten dann die Spanier das Land – und das ging natürlich auch nicht an den kulinarischen Gepflogenheiten der Mexikaner vorbei. Speisen auf Basis von Schmalz, Schweine- und Rindfleisch sowie Reis wurden durch die Spanier zunehmend beliebter und prägten das neue kulinarische Gefühl des Landes, bis heute.

Immigranten verschiedenster Kulturen hinterließen ebenfalls Ihren Fußabdruck in der Küche des Landes. So kultivierten die Deutschen etwa das Bier, während die Italiener ihre Liebe zu Pasta mitbrachten. Zu guter Letzt hatte auch Amerika, genauer gesagt Texas, großen Einfluss auf die mexikanische Küche. Tatsächlich bildete sich daraus sogar noch eine ganz eigene Besonderheit: die sogenannte Tex-Mex-Küche, eine Verschmelzung beider Küchen, wobei der Ursprung in den USA zu finden ist und deshalb nicht zur mexikanischen Küche zählt. Oft werden in mexikanischen Restaurants aber Tex-Mex-Klassiker wie etwa Chili Con Carne angeboten.

Wie stark der Einfluss anderer Länder ist, hängt übrigens auch ein wenig davon ab, wo in Mexiko man sich befindet. So erhält zum Beispiel die Küche im Norden des Landes mehr Einfluss durch die amerikanische Küche, während der Osten des Landes auch von karibischen Einflüssen geprägt ist.

Typische Merkmale der mexikanischen Küche:

Die Gerichte sind würzig, exotisch und abwechslungsreich
Die mexikanische Küche setzt auf landestypische Zutaten

Mexikanische Küche: Die bekanntesten Zutaten und Lebensmittel

Mexiko ist der Ursprung einiger Pflanzen, die auf der ganzen Welt bekannt sind. Vanille und Kakao stammen aus dem Land in Mittelamerika, ebenso wie die beliebte Avocado, Mais, Chili und sogar die Tomate, die man heute fälschlicherweise für ein mediterranes Gewächs hält. Man geht davon aus, dass Christopher Kolumbus das leuchtend rote Nachtschattengewächs nach Europa brachte, kurz nachdem er im 15. Jahrhundert Amerika entdeckt hatte.

Tortillas sind übrigens eine Art Grundnahrungsmittel der mexikanischen Küche und auch sonst überall auf der Welt beliebt – ebenso wie Tequila, die wohl bekannteste Spirituose des Landes.

Die Esskultur der Mexikaner

Für die Mexikaner ist die Küche ein wichtiger Teil ihrer Kultur. Die Menschen lieben und schätzen ihre Gerichts-Klassiker und die Besonderheiten, weshalb sie auch stolz sind auf ihre Küche, die einen unverkennbaren Teil ihrer kulturellen Identität ausmacht.

In Sachen Frühstück wird bei den Mexikanern eher tiefgestapelt, da orientiert man sich klar an der Küche der spanischen Eroberer. Die erste Mahlzeit des Tages besteht meist aus einem Kaffee sowie einem Brötchen, nach Belieben auch einem süßen Gebäck. Wer unterwegs frühstückt, bekommt von Straßenhändlern Tamales angeboten. Dabei handelt es sich um Maisteig, der mit Käse und/oder Fleisch belegt ist und in einem Bananen- oder Maisblatt serviert wird. Ein zweites, spätes Frühstück gibt es auch, wenn auch meist eher am Sonntag. Es nennt sich “almuerzo”, wobei zum Beispiel getrocknete Tortilla-Streifen mit Chilisoße oder einer Eierspeise serviert wird.

Das Mittagessen nimmt einen besonderen Stellenwert ein und ist die Hauptmahlzeit der Mexikaner, worin sie sich deutlich von den Spaniern unterscheiden, die größten Wert auf das Abendessen legen. Während das Mittagessen in Deutschland recht früh verzehrt wird, essen die Mexikaner meist erst gegen 14 oder 15 Uhr. Das Menü kann bis zu vier Gänge umfassen, beginnend zum Beispiel mit einer Suppe oder Tacos, gefolgt von einem Nudel- oder Reisgericht, einem Fleischgericht und gekrönt von einem Dessert.

Am Abend beschränken sich die Mexikaner auf einen kleineren Imbiss, etwa ein süßes Brötchen, Tacos oder Antojito. In seltenen Fällen, etwa zu besonderen Anlässen, wird auch mal Abends reichhaltig gegessen, oft dann auch auswärts in einem Restaurant.

Übrigens: Diese Esskultur wird eher vom Mittelstand aufwärts befolgt. Arme Bevölkerungsschichten beschränken sich auf zwei Mahlzeiten – Frühstück und Abendessen. Zwischendurch gibt es nur einen Snack.